• Nikolaisaal Potsdam

      Nikolaisaal Potsdam

      Der Nikolaisaal Potsdam in Potsdam, hier waren u.a. Wilhelm Furtwängler und der legendäre Pianist Wilhelm Kempff noch bis 1955 aufgetreten, war beim Fall der Mauer 1989 kaum mehr als eine Ruine. Eilig hervorgeholte "Rekonstruktionspläne" aus DDR-Zeiten erwiesen sich als planerische Mogelpackung, mit der auch noch der Abriss des barocken Vorderhauses und eine völlig konventionelle Saalarchitektur verfolgt wurden. Erst nach jahrelangem, heftigem Tauziehen gelang es, einen neuen internationalen Architektenwettbewerb auszuschreiben, den dann -unerhörterweise!- ein "Ausländer" gewann - der damals noch junge französische Architekt Rudy Riciotti, der damit seine internationale Karriere startete und heute weltbekannt (und stets streitbar geblieben) ist.

      ART PRO / Martin Schmidt-Roßleben setzte (in der Funktion als Kulturamtsleiter, zusammen mit dem damaligen Baudezernenten Detlef Kaminski) die Neu-Ausschreibung eines internationalen Architekten-Wettbewerbs durch, entwickelte (zusammen mit Cornelia Dümcke) das betreiberoffene Nutzungs- und Anforderungskonzept, engagierte sich in der Wettbewerbs-Jury für eine klare Entscheidung und realisierte anschließend ein Ausschreibungsverfahren für die Betreiberschaft, das die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci GmbH gegen starke regionale und überregionale Konkurrenz klar für sich entschied.

      Heute ist der Nikolaisaal Potsdam, mit seinem Hausorchester Kammerakademie Potsdam, eines der besten und profiliertesten Konzerthäuser in ganz Berlin und Brandenburg.

      (1995 - 2000)